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Lebensweise

Der Ashram Jesu ist in einer etwa 500 Jahre alten Mühle im Westerwald zuhause, nahe bei Limburg/Lahn. Sie liegt allein in einem kleinen Paradies aus Wäldern, Wiesen, Wassern mit Vögeln und vielen anderen Tieren.

Die Lebensweise im Ashram Jesu ist geprägt von folgenden Maximen:

Äußerer Rahmen

Wir leben entschleunigt, weitgehend in Schweigen. Es gibt kein Fernsehen, keine Tageszeitungen, kein Internet, keinen Alkohol. Unser Essen ist vegetarisch.

Für Männer und Frauen gibt es jeweils Gemeinschaftsbäder. Dem Ashram eignet eine Ästhetik der Einfachheit und eine Solidarität mit der Lebensweise der Mehrzahl der Menschen auf diesem Planeten. Der Tag beginnt i. d. R. um 6:00 Uhr mit gemeinsamer Meditation und endet ebenso um 21:00 Uhr.

Achtsamkeit

Das Üben von Achtsamkeit geschieht bei allem und jederzeit: beim Gehen, Essen, Arbeiten und allen Verrichtungen des täglichen Lebens. Die Aufmerksamkeit ruht bei den eigenen Empfindungen hier und jetzt, um aus dem Rad gedanklicher Kommentare, Beschwerden, Planungen, Phantasien und Wünschen heraus und in die Freiheit und Freude des Sich-Selbst-Besitzens hinein zu kommen.

Achtsamkeit ist zugleich auch ein Mittel, um bei inneren Spannungen bei sich selbst aushalten zu können.

Meditation

In der Regel meditieren wir täglich viermal 45 Minuten im Sitzen, etwa 1 Stunde im Gehen und ebenso lange im Tun. In der Sitzmeditation geht es darum, sich selbst zu besuchen wie einen echten Freund, d.h. achtsam, gelassen und liebevoll hinzuhören auf die Bewegungen des eigenen Herzens und beim jeweils Vernommenen zu verweilen. Buddhistisch ist das Vipassana-Meditation nach Achaan Chah, christlich Gebet, das zum Hören geworden ist.

Gottesdienste

Die katholische Sonntagsmesse, zu der die Gäste des Ashrams eingeladen sind und frei zu entscheiden, ob sie der Einladung folgen wollen oder nicht, fokussiert das Ashramleben auf seine Mitte. An den Werktagen betrachten die Kursteilnehmenden gemeinsam einen Text aus einer der Weltreligionen und eine korrespondierende Stelle aus dem Neuen Testament und tauschen sich darüber aus.

Leibarbeit

Die Leibarbeit besteht aus einfachen Yogaübungen, die meist im Liegen ausgeführt werden. Ziel ist es, den Kontakt zum eigenen Leib zu verbessern, indem die Aufmerksamkeit die Veränderungen im Körper begleitet, die im Einnehmen der Asanas (Yoga-Körperstellungen) geschieht.

Karma Yoga

Seit alters her bewähren sich einfache Handarbeiten als Fortführung und Belebung der Meditation. Deswegen übernehmen die Gäste im Ashram Kochen, Spülen und Putzen. Die Verantwortung für die Gruppe erdet und fördert den spirituellen Prozess.

Wer achtsam, gelassen und liebevoll arbeitet und sich dabei nicht von Unlust oder dem Wunsch nach Perfektion oder Anerkennung bewegen lässt, sondern die zu tuenden Arbeiten in Einheit mit sich selbst und dem Unbedingten vollzieht, der übt Karma Yoga.

Gemeinschaft

Meditationen, Yoga, Schriftbetrachtungen, Mahlzeiten und die Gespräche über das Meditieren sind gemeinsam. Die Ashramgäste erleben einander viele Stunden am Tag, ein Erleben, das durch Schweigen intensiviert wird.

Begleitung

Jeder gute Christ muss mehr dazu bereit sein, die Aussage des Nächsten für glaubwürdig zu halten, als sie zu verurteilen. Begreift er sie nicht, so forsche er nach, wie jener sie versteht.

— Ignatius von Loyola

Ein Aufenthalt in Stille und Abgeschiedenheit kann belastende Themen ins Bewusstsein bringen, alte und aktuelle. Um sie für sich fruchtbar zu machen, ist Begleitung angezeigt. Ihr Thema ist, was die Person hier und jetzt bewegt.

Der Ashram Jesu bietet Kurse mit Einzelbegleitung und Begleitung in der Kursgruppe an. Einzelbegleitung findet alle zwei Tage in einem Gespräch mit der Kursleitung statt. Die Begleitung in der Gruppe ist täglich in der Kursgruppe, indem die Teilnehmenden einander Resonanz geben.

Struktur und Freiheit

Die Anordnung der gerade aufgezählten Elemente gibt dem Ashramtag Struktur. Nach drei Tagen sind die Gäste frei, mit Struktur und Methoden so umzugehen, dass der Aufenthalt im Ashram Jesu ihnen zum echten Gewinn wird.

Bertram Dickerhof stellt den «Spirituellen Weg» als das Ergebnis eines mehr als 40 Jahre währenden Selbstversuchs vor.

Grundlage dieses alle Bereiche durchdringenden Lebens-Wegs ist ein Innehalten und Hören auf die eigene Wirklichkeit, die sich auf einen Grund hin öffnet, in dem alles verankert ist. Das so erfahrene neue Leben gilt es durch Entscheidungen und Handlungen wirklich werden zu lassen.

Erhältlich im Buchhandel